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Mittwoch, 17. Juni 2009

Weshalb wir keine Objekte auf Nordzypern anbieten:

EuGH bestätigt Eigentumsrechte vertriebener griechischer Zyprer
Britisches Ehepaar muss Ferienhaus im Norden der Insel abreißen
In einem mit Spannung erwarteten Urteil hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg die Eigentumsrechte aus Nordzypern vertriebener griechischer Zyprer bestätigt. Das Gericht gab am Dienstag einem griechischen Zyprer Recht, der von einem britischen Ehepaar die Räumung seines Grundstücks verlangte, das er 1974 nach dem türkischen Einmarsch im Norden der Insel verlassen musste. Das Urteil könnte den Weg frei machen für die Rückgabe zahlreicher Grundstücke an ihre ehemaligen griechisch-zyprischen Besitzer.
Nach dem türkischen Einmarsch waren 170.000 griechische Zyprer in den Süden der Insel geflohen. Ihre Grundstücke wurden von türkischen Zyprern häufig an Ausländer verkauft, so auch in dem Fall des britischen Ehepaars. Bereits 2005 hatte ein Gericht in Zyperns Hauptstadt Nikosia dem Kläger Recht gegeben und von dem Ehepaar verlangt, ein auf dem Grundstück gebautes Ferienhaus abzureißen. Allerdings ließ sich das Urteil im Norden der Insel, der sich vom Süden losgesagt hat, nicht durchsetzen. Der Kläger ging deswegen vor ein britisches Gericht, das den Fall an den EuGH weiterleitete.

Der EuGH musste darüber entscheiden, ob das in Nikosia gefällte Urteil auch im Norden der Insel gilt und ob die britische Justiz zur Durchsetzung des Urteils berechtigt ist. Die Richter bejahten dies. Das gelte trotz der Tatsache, dass die Regierung Zyperns auf den Norden der Insel in der Praxis keine Kontrolle ausübe.
Zypern ist seit einem Staatsstreich griechisch-zyprischer Nationalisten und einer anschließenden türkischen Militärintervention 1974 in den griechischen Süden und den türkisch besetzten Norden geteilt. Die Türkische Republik Nordzypern proklamierte 1983 einseitig ihre Unabhängigkeit, die aber nur von Ankara anerkannt wird.
28. April 2009 - 12.31 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009

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