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Freitag, 19. August 2011

Ferienimmobilien-Billiger wird es nicht mehr

Billiger wird es nicht mehr 

Immobilien statt Aktien – das ist derzeit der Wunsch vieler Anleger. Lohnen kann sich der Kauf im Ausland: Die schlechte Wirtschaftslage drückt die Preise vor allem in Griechenland und Spanien. Wo es jetzt Villen zum Schnäppchenpreis gibt.

Preise in Griechenland massiv gesunken

Wo gibt es denn solche Schnäppchen? In Lindos, dem Hot Spot von Rhodos. „Infolge der Schuldenkrise in Griechenland sind die Preise für Objekte auf der Sonneninsel seit April 2010 je nach Standort um zwischen fünf und 30 Prozent gefallen“, bilanziert Georg Petras, Geschäftsführer der renommierten Maklerkette Engel & Völkers auf Rhodos. Weitere Preissenkungen aber hält der Profi gegenwärtig für „unwahrscheinlich“, da das Gros der Eigentümer bereits ihre Schmerzgrenzen unterschritten hätten und lieber vermieteten, als noch mehr mit dem Preis runterzugehen. „Der Zeitpunkt zum Kauf von Ferienimmobilien ist daher jetzt top“, erklärt der Insel-Statthalter von Engel & Völkers. Zudem seien durch ein wie in Deutschland funktionierendes Katasteramt die Eigentumsverhältnisse auf der Insel eindeutig geklärt. Und für hohe Lebensqualität auf Rhodos sprechen neben dem milden Klima gute Restaurants, Top-Hotels, Ärztezentren und eine Privatklinik.

Nicht nur Rhodos ist ein Käufermarkt. Engel & Völkers glaubt, dass auch auf den beliebten Baleareninseln Mallorca und Menorca die dank eines Überangebots in der Spitze um bis zu 30 Prozent gestürzten Preise für Villen und Apartments nunmehr ihren Tiefststand erreicht hätten.

Die Trends auf Mallorca:

Pollensa
Spektakuläre Berglandschaften in Inland und Küsten mit hervorragenden Familienstränden. Das ist das Aushängeschild von Mallorcas Norden. Auch spricht für die Region, dass diese dank zahlreicher Naturschutzgebiete in der Vergangenheit nicht „überbaut“ wurde. Dennoch ist die Nachfrage an kleineren Immobilien, insbesondere Apartments, merklich eingebrochen. Je nach Lage sind Wohnungen um bis zu 20 Prozent günstiger zu haben. Ein größeres Apartment mit Meerblick ist bereits für 250 000 Euro erhältlich. Wer auf die Aussicht keinen größeren Wert legt, findet schöne 2-Zimmer-Wohnungen bereits für rund 180 000 Euro.
Puerto de Andratx
In Puerto de Andratx treffen sich die Reichen und Schönen. Wer gern schwimmt, ist dort allerdings an der falschen Adresse, fehlen der Location doch schöne Badestrände. Die Nachfrage konzentriert sich auf direkt am Meer gelegene Häuser und Wohnungen. Repräsentative, um 100 Quadratmeter große Apartments mit Ausblick haben in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich 16 Prozent eingebüßt und werden derzeit für um eine halbe Million Euro gehandelt.
Santa Ponsa
Die Feriensiedlung Santa Ponsa punktet mit insgesamt vier Top-Golfplätzen, schönen Stränden und jeder Menge Bars, Restaurants und Cafés. Allerdings verschandeln einige unschöne Hochhäuser das Ortsbild. Seit 2008 sind dort die Preise für Immobilien im Schnitt um 15 Prozent gesunken. Ansehnliche 2-Zimmer-Apartments mit Meerblick kosten um die 400 000 Euro. Auch wer das nötige Kleingeld für eine Villa hat, kann sich freuen. Attraktive Bauten mit Meerblick sind aktuell für rund 1,5 Millionen Euro – fast 265 000 Euro weniger als noch vor drei Jahren – zu haben.
Alcudia/Puerto Alcudia
Wunderschöne Strände und erstklassige Golfplätze wie die an der Bucht von Alcudia gelegene 18-Loch-Anlage Alcanada mit ihren von herrlich alten Pinien, Olivenbäumen und Steineichen umsäumten Greens sowie die beiden Jachthäfen Puerto Alcudia und Bonaire machen die Gegend um Alcudia im Norden Mallorcas zum idealen Ferienwohnsitz. Für Villen direkt am Meer sind die Preise um bis zu 25 Prozent, für Herrenhäuser ohne Blick aufs Mittelmeer in der Spitze gar um 30 Prozent eingebrochen. Die Objekte kosten allerdings je nach Lage und Zustand noch zwischen 650 000 und 1,2 Millionen Euro. Erschwinglich für Normalbürger hingegen sind Apartments, deren Marktpreise um rund 20 Prozent eingebrochen sind. Sie starten derzeit bei rund 180 000 Euro.

(C) Focus.de

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