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Freitag, 17. Januar 2014

Gute Zeiten für Schnäppchenjäger in Spanien

Große Auswahl, gute Preise: Der spanische Markt für Ferienimmobilien und Zweitwohnsitze erholt sich. 

Die Käufer – und mit ihnen die Schnäppchenjäger – sind zurück.


BARCELONA. Nieselregeln, wolkenverhangener Himmel, knapp zweistellige Temperaturen: nicht gerade das ideale Wetter, um in Spanien Ferienimmobilien und Zweitwohnsitze zu verkaufen. Dennoch ist David Scheffler, Geschäftsführer von Engel & Völkers in Spanien, bester Laune. „Es läuft ganz gut. Jetzt sieht man endlich wieder Bodensatz", sagt Scheffler im Interview mit dem WirtschaftsBlatt. In Zahlen ausgedrückt heißt das: 2013 wurde im Segment Wohnimmobilien ein Transaktionsvolumen von 50 Milliarden € erreicht. Zum Vergleich: 2007 waren es stolze 160 Milliarden €. „Das war eine riesige Korrektur des Marktes. 70 Prozent der Makler haben zugesperrt."

Käufer kehren zurück

Doch jetzt kommen die Maklerbüros zurück - und mit ihnen kaufinteressierte Kunden. Scheffler: „An den Top-Standorten beginnen die Preise wieder leicht anzuziehen." Gemeint sind die Hotspots wie Ibiza und Mallorca, aber auch Barcelona und die Klassiker Costa del Sol, Costa Blanca und Costa Brava. Interesse zeigen die Spanier selbst und ausländische Käufer - und hier sticht eine Käufergruppe derzeit ganz besonders hervor: „Es gibt eine ganz klare Tendenz zu mehr Russen", sagt Scheffler. Wurden vor Jahren noch im Schnitt in Spanien eine Handvoll Immobilien an Russen verkauft, so sind es heute 50 bis 60. Vor allem „Mittelklasse-Immobilien" in der Preiskategorie zwischen 500.000 und 1,2 Millionen € sind gefragt.

Für 2014 ist Scheffler zuversichtlich: „Der Markt für Zweitwohnsitze zieht wieder an. Es gibt wieder Lust, zuzuschlagen - auch in der Hoffnung, ein Schnäppchen zu machen. Wir sind am Anfang eines Erholungszyklus." Es gebe zwar nach wie vor einen hohen Leerstand bei Neubau-Immobilien, doch nach und nach werden die Bestände verkauft. Der Markt konsolidiert sich.

Für Schnäppchenjäger ist laut Scheffler eine gute Zeit, um zuzuschlagen. Schließlich ist die Auswahl im Moment groß. „Jetzt noch zu warten, in der Hoffnung, dass es noch weiter runtergeht, würde ich nicht raten. Man macht ein gutes Geschäft, wenn man jetzt kauft."

(C) Artikel aus  wirtschaftsblatt.at


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